21.04.15

Frühlingsfrische. Selbst-Organisation III

Ich mache den Frühling verantwortlich. Die Sonne strahlt seit Tagen warm und wohlig auf das Land, der Himmel könnte wolkenloser nicht sein - der Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte. Alles grünt und blüht, frische Triebe sprießen, die Natur macht ihren eigenen Frühjahrsputz. Es liegt definitiv der Neuanfang in der Luft. Dieses Jahr spüre ich die Energie und Kraft, die im Frühling liegt, ganz besonders. Es ist eine Drehung um 180 Grad, die die Natur gerade vollzieht, ein immenses Kraftaufgebot, das geradezu mühelos, ja - natürlich vonstatten geht. Dieses Jahr spüre ich eine eigentümliche Ruhe, die der Frühling auf mich ausstrahlt. Eine eigentümliche Kraft, die dem Herbstgefühl nicht unähnlich ist. Wo ich im Herbst meine Kräfte sammle um mich auf mich selbst zu besinnen, sammele ich dieser Zeit meine Kraft, um mich der Welt zu öffnen. Ich fühle mich entspannt und ausgeglichen, bereit, einem gleißenden Sommer zu begegnen.

Flylady

Wer weiß, vielleicht wird dieses entspannte Gefühl aber auch durch meine neue Wohnung hervorgerufen. In der Tat, meine Wohnung ist kaum wiederzuerkennen. Wer hätte gedacht, dass sich innerhalb nur einer Woche mein ganzes Aufräumverhalten verändert? Durch die Abend- und Morgen-Routinen kann quasi keine Unordnung aufkommen, und ich... ich muss nicht aufräumen. Vielleicht ist doch alles nur eine Frage der Definition: Eine Routine ist kein Aufräumen, daher muss man in einer ordentlichen Wohnung nicht aufräumen. Heureka!
Der Frühling und ich, wir schwingen dieses Jahr gleich. Ich kann mir seine Kraft und Frische zunutze machen: Wenn es morgens schon so schön warm und hell ist, dann macht es mir nichts, ein paar Minuten ins Wegräumen zu investieren. Kurz und gut: Wir haben nun eine Morgen-Routine und eine Abend-Routine etabliert. Schön gestaltet (das Notwendige sollte immer auch ästhetisch sein, nicht wahr?) hängt unser Plan in der Innenseite des Küchenschrankes: Nicht zu offensichtlich, aber immer präsent. 

hier hängt der Aufräumplan

Und lässt Platz für weitere Pläne.

20.04.15

Selbst-Organisation II - Abendroutine

Auf meinen ersten Beitrag zur Selbstorganisation gab es mehrere sehr liebe Kommentare. Danke, dass ihr mir Mut macht, das mit den Wochen- Tages und Stundenplänen durchzuziehen! 
Der link zu der Website von FLYlady war außerdem sehr hilfreich. Um nicht zu sagen, genau das, was ich brauchte. Auch wenn mir der Stil der Seite nicht so gefällt (erinnert mich an eine stramme mitt-fünfziger mittelamerikanische Lady mit Dauerwelle und roten Lippen schon zum Frühstück...) - die Tipps sind wirklich gut. Für mich als absoluten Newbie in Sachen Organisiertheit hat es sehr geholfen, dass besagte Fly Lady ganz genau und für den letzten Depp aufschreibt, was ihre Aufräumroutine beinhaltet.
Zum Beispiel hier:
FlyLady’s Before-Bed Routine
1. Clean up the house before you go to bed. (Approx. 20 minutes)
   Living room - pick up and put away things, magazines, dishes, clothes, shoes, etc.
   Kitchen – clean it up, shine sink, lay out clean dishcloths, run the dishwasher.
   Dining room/entrance – clear the hot spots.
   [...]
Wisst ihr, es beschämt mich ein wenig, dass solch einfache Regeln für mich eine Art Offenbarung darstellen. Die wichtigsten Dinge in der Wohnung erledigen bevor man schlafen geht - natürlich! Vor allem die Küche und die Hotspots im Flur/Wohnzimmer sollten aufgeräumt sein - aber ja!
Ich habe meinen Mann in meine umstürzlerischen Gedanken hinsichtlich Stunden-, Tages- und Wochenplänen eingeweiht. Und siehe da - er war sofort Feuer und Flamme. (Um der Wahrheit die Ehre zu geben, er ist ohnehin der Ordentliche von uns beiden. Daher hat ihn ehrlich gefreut, dass ich mir Gedanken zum Thema Ordnung mache).
Wir haben zunächst eine Abendroutine festgelegt: 
1. Küche aufräumen: Abwaschen, alle Flächen frei, Fegen
2. Hotspots im Flur: Kommode 
3. Wohnzimmertisch freiräumen. 
Wir haben die Abendroutine jetzt drei Tage in Aktion und unsere Wohnung sieht wirklich deutlich ordentlicher aus! Ich bin froh, dass mein Mann mitmacht, denn erstens geht das Aufräumen gemeinsam schneller (länger als 20min dauert es nicht, und ich hoffe, dass es mit der Zeit noch kürzer dauert), und zweitens können wir uns gegenseitig motivieren. Nach drei Tagen sind wir immer noch enthusiastisch dabei und es tut sooo gut! Es ist wirklich ein anderes zu Bett gehen, wenn die Wohnung hinter einem aufgeräumt ist. Und auch das Aufwachen ist ganz anders: Eine saubere Küche mit sauberem Boden zu betreten... eine Erholung für mein noch schlafumwehtes Gemüt. 

Erholung durch Aufräumen
So fühlt es sich an, eine saubere Küche zu betreten...
credit
Überhaupt, das Stichwort Erholung trifft die Sache. Unordnung ist keine Erholung vom Aufräumen, auch wenn ich mir das lange versucht habe, weiß zu machen. Das Gegenteil ist richtig: Ordnung ist die Erholung vom steten Chaos. Ich bemerke immer mehr, wie mich Unordnung stresst. Es ist wie ein latentes Geräusch, das man irgendwann ausgeblendet hat, das unterbewusst aber immer noch lärmt. Ordnung zu schaffen heißt, das Geräusch abzuschalten. Klar kann man wochenlang über einen unordentlichen Schreibtisch hinweg sehen, die Papiere rausfischen, die man grad braucht und dann die Tür zumachen. Aber im Endeffekt mach im mir nur was vor: unterbewusst stresst mich die Unordnung sehr wohl, und ich ärgere mich sehr wohl darüber, dass ich beim Rausfischen ganze Papierberge zum Einsturz bringe. 
Also, der Anfang ist gemacht! Als nächstes plane ich, der Abendroutine eine Morgenroutine folgen zu lassen. Dann tasten wir uns mal langsam an Wochen- und Monatspläne ran... 



16.04.15

Selbst-Organisation I

Ich habe ja schon ein Loblied auf die hausfraulichen Tätigkeiten gesungen. Nicht zuletzt mir selbst gegenüber wollte ich klarmachen, dass Ordnung halten und die Einrichtung pflegen nichts mit Spießertum zu tun hat, sondern notwendige Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben sind. Dass die Dinge in Ordnung gehalten werden, an ihrem Platz sind und funktionieren erspart eine Menge Zeit und Stress. Ein Tag hat nunmal nur 24 Stunden, und es wäre ja schön blöd, einen Großteil dieser Zeit mit Suchen, Mauscheln und Sich-Ärgern zu verbringen. Wenn der Großteil der Arbeitskraft in die Selbstversorgung gehen soll, dann kann man sich Unordnung und Desorganisation einfach nicht leisten. 
Soweit die Theorie. Warum nur fällt mir die Praxis so schwer? 

Werner Tiki Küstenmacher
Auch Tiki beschäftigt sich mit dem Thema Ordnung

Maria hat einen wunderbaren Beitrag darüber verfasst, wie sie ihre Morgenroutine mit zwei Schulkindern so organisieren kann, dass ihr nicht schon kurz nach dem Frühstück die Nerven blank liegen. Die Lösung lag für sie in einer genauen Analyse des Problems: Was genau raubt ihr am Morgen die Nerven und die Zeit? Daraufhin konnte sie mit sehr einfachen Maßnahmen diese Probleme angehen. Ob das auch bei mir klappt?
Mein Problem: Über den Tag hinweg schaffe ich nur einen Bruchteil dessen, was ich mir vornehme. Meine Energie wabert unfokussiert über den Tag, und im Endeffekt bleibt nur noch sehr wenig davon übrig. Kennt ihr das, dass man vom Nichtstun erschöpft ist? An solchen Tagen bin ich nicht so produktiv, wie ich es eigentlich sein könnte, aber dennoch total erschlagen. Und das Lustige ist: An anderen Tagen, wenn ich richtig durchackere und anpacke, dann bin ich am Ende des Tages zwar auch kaputt, aber wohlig erschöpft. Und nicht so leer wie an solchen "Rumschlumps"-Tagen. Ganz klar: Ich brauche mehr Fokus, um meine Energie nicht verpuffen zu lassen. Anders ausgedrückt: Ich muss meine Fähigkeit zur Selbstorganisation mehr ausbauen. 

Organisieren, Schreibtisch
Minimalistische Ordnung von freshideen.com

Nachdem alles "Mir-selbst-gut-zureden" und alles "Ganz-fest-vornehmen" nichts gebracht hat, muss ich mir nun selber etwas mehr Struktur geben. Wisst ihr noch, in der Schule, wie schön es war zu wissen, nach Englisch kommt zwei Stunden Mathe? Und wenn man Mathe hat, kann man nicht gleichzeitig Musik machen, das sieht ja wohl jeder? 
Also denn spiele ich mal meine eigene Lehrerin und erstelle mir einen Stundenplan. Ob das etwas bringt, werde ich weiter berichten. 





10.04.15

Neue Link-Party

Da ist etwas am Planen, am Brodeln, in geheimen Hinterzimmerchen am Tuscheln, Mails am Fliegen und Flattern. Jetzt endlich ist es so weit:

Es gibt eine neue Link-Party.


Einfach, nachhaltig, besser leben. Das ist Titel und Thema der neuen Blog-Parade, die ich gemeinsam mit Maria, Marlene, Zora und der Zwergenmama hoste. Einmal im Monat für 30 Tage wird die Link-Party offen sein für alle grünen DIY-Ideen und urbanen Selbstversorger da draußen. Verlinkt Euern Beitrag hier im Kommentar, und ich füge Euch ins Pinterest Board ein. Hier findet ihr alle weiteren Infos.

Jetzt bleibt mir nur noch eins: Die virtuelle Champagner-Flasche an der Bugwand unseres neuen Flagschiffes zerschellen zu lassen und die erste Parade für eröffnet zu erklären!


Folge einfach nachhaltigs Pinnwand „[EiNaB] April 2015“ auf Pinterest.

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...