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03.02.15

Im Entstehen





Hier befindet sich ein neues Projekt im Entstehen. 

15.01.15

Selbstversorger Fertigkeiten

Um ein neues Leben zu beginnen, bedarf es reichlicher Planung und Vorbereitung. Neben den "harten" Faktoren wie Geld ansparen, Finanzierungsplan besprechen, Grundstücke suchen, müssen auch die "weichen" Faktoren geplant und entwickelt werden. Für mich bedeutet das, dass ich gewisse Fähigkeiten und handwerkliche Fertigkeiten entwickeln will (und muss). Es gibt so vieles, was ich lernen und wissen möchte, schon immer mal machen wollte, aber nie die Zeit dazu fand. Nun sind diese scheinbar spleenigen Fähigkeiten, diese altmodischen Hobbies, eine notwendige Voraussetzung für unser neues Leben geworden, und das Erlernen derselben edle Pflicht. 

Im Konkreten möchte ich Folgendes lernen:

1. Handwerklich:
* Brot backen
* Milch verarbeiten (Käse, Butter, Joghurt, ...)
* Vegetarische Pasten herstellen
* Seife sieden 
* (Heil-) Kräuter anbauen, sammeln und verarbeiten
* Wolle verarbeiten
* Schaf- und Ziegenhaltung
* Hühnerhaltung

2. Wirtschaftlich
* Ordnung, Wartung und Pflege
* Müll vermeiden
* Recycling, Upcycling, Reparieren
* Saisonale Lebensmittel verarbeiten
* Verschiedene Formen der Haltbarmachung erlernen 
* Was geht, selbst herstellen 

Unter dem neuen Label "Selbstversorgung" sammeln sich ab jetzt alle Fortschritte in diesen Bereichen. 

24.11.14

Philosophieren über Tiere


Solange Menschen denken, 
dass Tiere nicht fühlen
müssen Tiere fühlen, 
dass Menschen nicht denken. 
(Unbekannt)


Dieses Bonmot habe ich heute in einer Zeitschrift gefunden, die das Tollwood Winterfestival ankündigte. Unter dem Motto LEBE!WESEN veranstaltet Tollwood am 25.11. in München ein Festival zum Thema artgerechte Tierhaltung. 


Als Vegetarierin bin ich immer interessiert an tierrechtlichen Themen, und heute morgen hat mich dieser Spruch sehr zum Nachdenken gebracht. 
Die Bedeutung liegt auf der Hand: Tiere empfinden Schmerz und Leid, und ein Mensch, der das missachtet, handelt gedankenlos. Wie kommt es, dass Menschen so gedankenlos handeln?
Zunächst einmal denkt dieser Mensch lediglich, dass Tiere nichts empfinden, das heißt, er glaubt es, er weiß es nicht. Sein Verhältnis zum Tier ist nicht durch Wissen, sondern durch Glauben geprägt. Das ist traurig, weil wir nämlich unheimlich viel über Tiere wissen, von der Biologie angefangen bis hin zu ihrem hochkomplexen Sozialverhalten. Die Wissenschaft sagt uns, dass Tiere fühlen - ein Mensch, der das noch immer nicht glaubt, entscheidet sich einfach, es nicht zu glauben. 
Das ist genau die Gedankenlosigkeit, die gemeint ist. Dieser Mensch hat nicht nachgedacht! Er geht den einfachen Weg, verschließt die Augen vor der Leidensfähigkeit der Tiere, obwohl rationales und wissenschaftliches Nachdenken ihn anders handeln lassen würden. Daraus folgt aber, dass alle Menschen, die Tiere misshandeln oder ausbeuten, entweder nicht nachgedacht haben (und sie sich daher der Ignoranz schuldig machen), oder aber, sie wissen genau was sie tun, aber es interessiert sie einfach nicht. Das finde ich sogar noch schlimmer! Menschen, die wissen, welches Leid sie den Tieren zufügen (in der industriellen Massentierhaltung, Woll- oder Lederproduktion), und es trotzdem akzeptieren, handeln aus meiner Sicht zutiefst unmoralisch.

Gegen Ausbeutung der Tiere

Ich bin nicht gegen Nutztierhaltung, im Gegenteil! Auch ich träume von ein paar Hühnern im Hof, ein paar Schafen für die Wolle (so wie Frau Krähe :)). Es ist möglich, mit Tieren in Harmonie zu leben, ohne sie zu missachten oder sie auszubeuten. Ein Zusammenleben mit (Nutz-)Tieren, dass auf Verständnis, Achtsamkeit und Einklang beruht, bedeutet gleichzeitig Verständnis, Achtsamkeit und Einklang mit der Natur selbst. Und das finde ich in höchstem Maße erstrebenswert.
Aber ich leide sehr darunter, wie viele Menschen mit Tieren umgehen. Die industrialisierte Nutzung von Tieren ist mit das Schlimmste und Grausamste, was derzeit auf Gottes grüner Erde passiert. Wann hört das endlich auf?

10.11.14

Zwischengeflecht

Was ich leben möchte ist eine Art progressive Weltflucht: Flucht vor dem Alten, vor unfrei machenden Strukturen, Flucht vor dem "Anderen", "Unechten", was ich nicht benennen kann, aber was mir entgegenschlägt sobald ich ins Kino gehe, den Supermarkt betrete, im Wald dem Autobahn-lärm nicht entfliehen kann. Flucht hin zu dem Neuen, dem Freien, Authentischen, was ich auch nicht benennen kann, aber was ich mitunter fühle in Momenten der Ruhe.
Ich weiß, ich bin nicht allein mit diesem Wunsch, und ich weiß, dass es irgendwie möglich ist, ein Leben in Annährung an dieses Neue zu führen. Aber ganz wird man sich nicht entziehen können, immerhin bin ich Teil dieser Gesellschaft. Und, machen wir uns nichts vor, ich bin sehr froh über alle positiven Errungenschaften der modernen Welt. Ich will weder auf Krankenhäuser noch Abflusssysteme verzichten, nicht auf Heizungen, nicht auf das Radio und auch nicht auf die Lohnsteuer. Und wir können auf die Politiker schimpfen wie wir wollen, Demokratie ist eine ziemlich gute Staatsform. Aber geht nicht beides? Muss unsere moderne Welt automatisch mit Unfreiheit und Ich-Verlust einhergehen? Gibt es nicht etwas dazwischen?
Ich stelle mir die Erde als ein riesiges buntes Geflecht vor, aus tausenden von Fäden, und jeder Lebensweg ist ein Faden. Manche Fäden sind tief am Boden, stark verknüpft mit all den Selbsterhaltungsmechanismen unseres Systems. Diese Fäden laufen von der Massentierhaltung zur Automobilindustrie, hinüber zum TV nebst Tabak- und Alkohollobby. Ach, so viele Menschen leben genau das Leben, das gebraucht wird!
Und dann gibt es Fäden, die sich von den Eckpfeilern lösen, die ihre Windungen um andere Haken schlagen. Sie suchen Alternativen, schaffen welche und vollbringen kleine Wunder. Ich frage mich: Kann ich meinen Faden fort spannen? So frei und subsistent wie möglich, mit minimalen Berührungspunkten an die tiefen Strukturpfeiler? Kann ich im Geflecht der Lebensfäden irgendwo "dazwischen" sein?

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