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24.02.15

Winter im Garten


Wenn man so durch meine bisherigen Beiträge blättert, könnte man den Eindruck erhalten, ich würde das Haus gar nicht verlassen. Außer ein paar lausigen Spatziergängen war der Winter doch sehr häuslich, beschränkt auf Backen, Kochen, Basteln. Aber, um ehrlich zu sein, Herbst und Winter sind meine liebsten Jahreszeiten. Ich liebe es, mich in meine vier Wände zu verkrümeln und kreative Gemütlichkeit zu zelebrieren. Allerdings, wenn die Blumen wieder ihre Köpfchen aus der Erde strecken, die ersten zarten Knospen an der wärmer werdenen Luft schnuppern, dann freu ich mich doch wieder auf den neuen Frühling. Der Wechsel der Jahreszeiten hat etwas so unheimlich Tröstliches, nicht wahr?


Im Frühjahr also legen wir wieder los in unserm Garten, 1000 Quadratmeter Natur, unser eigen. Aber auch der Winter war durchaus keine gartenfreie Zeit - Schneeschippen war angesagt.


Und wenn der März dann kommt, so werden auch wir, dem Bauern gleich, die Rösslein anspannen und unsere Felder und Wiesen instand bringen.

21.11.14

Novembermorgen

Raus aus dem Haus, raus aus der Komfort-Zone. Durch Zufall entdeckte ich diesen Post bei Lena von zauberflink, und neben ihren wunder- wunderschönen waldorf-inspirierten Puppen fanden sich da diese beiden Sätze:

1. Häufiger etwas Neues ausprobieren und die eigene Komfort-Zone verlassen und
2. Den Kindern räumlich und zeitlich unbegrenztes Spiel in der Natur ermöglichen


Das hat nachgeklungen in mir. Manchmal finden sich die besten Inspirationen ganz zufällig (oder doch nicht zufällig?). Ich gebe zu, meine Komfort-Zone beschränkt sich zur Zeit auf die Küche, mein Nähtischchen, vielleicht noch der Garten. Der Spielplatz gehört seit dem ersten Bodenfrost nicht mehr dazu. Wie schade! Meine Tochter ist, wie meine Mutter es mal so schön ausdrückte, ein richtiges Outdoor-Baby. Nach dem Frühstück drückt sie mir ihre Stiefel in die Hand und möchte am liebsten sofort raus. Sie liebt ihre Kita, und ich freue mich an ihrer Freude, jeden Morgen den Weg dorthin mit mir zu beschreiten. Nun war sie die ganze Woche über krank. Wohin sollte uns der allmorgendliche Ausflug führen?


Also kochte ich mir warmen Tee, packte mich und mein Kind warm ein und spazierte eines schönen Novembermorgens zu dem menschenverlassenen Kinderspielplatz an der Ecke. 


Nass, kalt, grau, und doch genau das, was wir gerade brauchte. Auch wenn meiner Tochter ihre eingeschränkte Bewegungsfreiheit qua Winterstiefel und Schneeanzug nicht gefielen, das Spiel im nassen Sand umso mehr. Auch aus klammkalten Sand lassen sich Birnen, Eiskugeln und Seesterne formen. Ein leise Erinnerung an den letzten Sommer huschte kurz vorbei, um sich im taubenetzen Spinnweb zu verlieren. 


Der Morgen war ruhig, die Luft frisch, und überall sah man noch die letzten Boten des vergangenen Herbst. Nein, keine Boten des Vergangenen! Rosen im Rauhreif, Himbeeren, erkaltet vor der Reife, die Einheit aus Blühen und Vergehen, das ist der späte Herbst.



Das hat uns gut getan. Zu Hause angekommen, im Komfort der eigenen vier Wände, im Fluss der täglichen Aufgaben, ist es gut zu wissen, wie leicht es ist, einfach los zu gehen. 

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