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24.11.14

Philosophieren über Tiere


Solange Menschen denken, 
dass Tiere nicht fühlen
müssen Tiere fühlen, 
dass Menschen nicht denken. 
(Unbekannt)


Dieses Bonmot habe ich heute in einer Zeitschrift gefunden, die das Tollwood Winterfestival ankündigte. Unter dem Motto LEBE!WESEN veranstaltet Tollwood am 25.11. in München ein Festival zum Thema artgerechte Tierhaltung. 


Als Vegetarierin bin ich immer interessiert an tierrechtlichen Themen, und heute morgen hat mich dieser Spruch sehr zum Nachdenken gebracht. 
Die Bedeutung liegt auf der Hand: Tiere empfinden Schmerz und Leid, und ein Mensch, der das missachtet, handelt gedankenlos. Wie kommt es, dass Menschen so gedankenlos handeln?
Zunächst einmal denkt dieser Mensch lediglich, dass Tiere nichts empfinden, das heißt, er glaubt es, er weiß es nicht. Sein Verhältnis zum Tier ist nicht durch Wissen, sondern durch Glauben geprägt. Das ist traurig, weil wir nämlich unheimlich viel über Tiere wissen, von der Biologie angefangen bis hin zu ihrem hochkomplexen Sozialverhalten. Die Wissenschaft sagt uns, dass Tiere fühlen - ein Mensch, der das noch immer nicht glaubt, entscheidet sich einfach, es nicht zu glauben. 
Das ist genau die Gedankenlosigkeit, die gemeint ist. Dieser Mensch hat nicht nachgedacht! Er geht den einfachen Weg, verschließt die Augen vor der Leidensfähigkeit der Tiere, obwohl rationales und wissenschaftliches Nachdenken ihn anders handeln lassen würden. Daraus folgt aber, dass alle Menschen, die Tiere misshandeln oder ausbeuten, entweder nicht nachgedacht haben (und sie sich daher der Ignoranz schuldig machen), oder aber, sie wissen genau was sie tun, aber es interessiert sie einfach nicht. Das finde ich sogar noch schlimmer! Menschen, die wissen, welches Leid sie den Tieren zufügen (in der industriellen Massentierhaltung, Woll- oder Lederproduktion), und es trotzdem akzeptieren, handeln aus meiner Sicht zutiefst unmoralisch.

Gegen Ausbeutung der Tiere

Ich bin nicht gegen Nutztierhaltung, im Gegenteil! Auch ich träume von ein paar Hühnern im Hof, ein paar Schafen für die Wolle (so wie Frau Krähe :)). Es ist möglich, mit Tieren in Harmonie zu leben, ohne sie zu missachten oder sie auszubeuten. Ein Zusammenleben mit (Nutz-)Tieren, dass auf Verständnis, Achtsamkeit und Einklang beruht, bedeutet gleichzeitig Verständnis, Achtsamkeit und Einklang mit der Natur selbst. Und das finde ich in höchstem Maße erstrebenswert.
Aber ich leide sehr darunter, wie viele Menschen mit Tieren umgehen. Die industrialisierte Nutzung von Tieren ist mit das Schlimmste und Grausamste, was derzeit auf Gottes grüner Erde passiert. Wann hört das endlich auf?

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